Max Frisch – Mein Name sei Gantenbein

Es ist eines der spannendsten Bücher, die ich gelesen habe, und es wird beim nächsten Treffen des Literaturzirkels am 25. September diskutiert. Ich möchte einige Stellen vorstellen und hoffentlich euer Interesse wecken, mal in das Buch reinzuschauen und dann Ende September mit dabei zu sein.

Hört also jetzt mal in den Podcast (unter diesem Eintrag rein), ich lese eine Stelle, die man gut als Einstieg in dieses facettenreiche Buch verstehen kann (S. 17).

Es geht um einen Mann, der in seiner eigenen Wohnung steht, aber anscheinend ging seine Ehe in die Brüche und so ist alles zum Abholen bereit, die Fensterläden geschlossen, Essensreste gammeln vor sich hin. Im Vergleich zu den anderen Stellen des Buches, welche Möglichkeiten darstellen, Gedankenspiele, erscheint das Geschehen dieser Stelle real. Er will auch alles mit Streichhölzern anzünden, da ihn anscheinend seine Erinnerungen an das Scheitern der Ehe quälen. Aber er tut es nicht wirklich, sondern stellt es sich nur vor. Mit diesem ersten Gedankenspiel leitet Frisch, vorerst zaghaft und sorgsam, die anderen, viel freieren Assoziationen ein, in welchen Beziehungen, Erfolg, Krankheit und andere zentrale Lebensfragen erörtert werden.

Aber der Grund für diese Erörterungen, dieses Nachdenken ist in dieser Stelle zu finden.