Derniere, Züri Fäscht

Die letzte Aufführung unseres Theaterstücks (im Theater-Jargon Derniere genannt) ging gestern über die Bühne im aki-Garten. Dank trockenen und sonnigen Wetters konnten wir draußen spielen und hatten einen gelungenen Abschluss mit vielen Zuschauern.

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Eine Spezialität dieser letzten Aufführung sind spezielle Witze, welche die Schauspieler einbauen. Abgeänderte Texte und unerwartete Requisiten sorgen für Verwirrung bei den Mitspielenden. Mich traf es diesmal gleich an mehreren Stellen. Nach der Szene, in der ich Lady Teazle beinahe verführe, gibt mir mein Diener normalerweise ein altes Schiller-Buch, mit dem ich dann den bildungsbewussten Eingeschlafenen spiele. Gestern war es ein Asterix-Comic stattdessen, da musste ich mir ein Grinsen schon stark verkneifen. Dann gab mir Sir Peter noch überraschenderweise ein Jojo, dies ist eine Anspielung auf meine Rolle letztes Jahr, in der ich ständig Jojo gespielt habe. Auch die beiden Entwürfe über Anweisungen, normalerweise nichtssagende Theatertext-Blätter, waren gestern anders. Zwei gegen mich gerichtete Zitate (Du kriegst keinen Pfennig mehr!) zierten den einen, auf dem anderen war gar noch ein ausgedrucktes Photo von mir, mit der Überschrift Schwarzweiß-Spiegel. Auch das brachte mich schon etwas aus der Fassung. In einer anderen Szene wurde Lady Teazle unerwartet handgreiflich und vergriff sich an meiner Fliege. Insgesamt waren es recht viele Witze und einige waren wohl auch etwas unpassend, so dass dadurch auch das Stück litt. Das ist natürlich schade, aber lustig war es trotzdem!

Zur Feier des Tages gab es dann noch ein kleines Feuerwerk für uns, die Stadt Zürich hatte sich nicht lumpen lassen. Sie organisierte ein riesiges Fest (Züri-Fäscht) und eben besagtes Feuerwerk.

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