aveth-news 2007, ausgewählte beiträge

Für die bald herauskommende AVETH-News 2007 habe ich zwei Artikel beigesteuert. Es beschäftigte mich ein Rückblick auf unser Vorstandwochenende in Einsiedeln und für den Bereich Kultur hatte ich freie Hand. Aber seht selbst…

Einkehr in Einsiedeln

Gar nicht weit vor den Toren Zürichs liegt der beschauliche Ort Einsiedeln. Doch nicht wegen des barocken Klosters waren wir, der AVETH-Vorstand, gekommen. Vielmehr führte uns im letzten November die Diskussion einiger brennender Fragen der Hochschulpolitik an den bekannten Wallfahrtsort südlich des Zürichsees.

Die wichtigste Frage war, welches Schwerpunktthema wir uns für das inzwischen schon angebrochene Jahr wählen würden. Nach langer Diskussion einigten wir uns auf “Familie an der ETH“. Hier sehen wir die Chance, ein schwieriges, aber dafür umso lohnenderes Feld zu erschließen. Wir hoffen – auch mit eurer Hilfe – einen wichtigen Beitrag leisten zu können. Es geht in einem ersten Schritt darum, bestehende Erfahrungen und Angebote zu bündeln und allen Interessierten zugänglich zu machen. Weiterhin wollen wir versuchen, mit kleinen und grösseren Verbesserungen das Leben von Mitarbeitern mit Familie einfacher zu gestalten.

Weitere Themen, die wir an diesem Wochenende berieten, waren die Fachvereine und welche Wege wir bei der Kommunikation beschreiten wollen. Auf jeden Fall haben wir viele Ideen gesammelt und können so frisch ins neue Jahr starten. Und Spass hat es ausserdem auch noch gemacht. Dafür sorgten einige kleinere Wanderungen in die Umgebung und ein verschollenes Fondue.

Auguste Rodin – Nichts da mit abstract

Niemand Geringerer als der Wegbereiter der modernen Plastik wird ab dem 9. Februar im Zürcher Kunsthaus ausgestellt.

Auguste Rodin lebte von 1840 bis 1917 hauptsächlich in Paris und hat neue Maßstäbe bei Lebendigkeit und Natürlichkeit von Statuen gesetzt. Revolutionär war zum Beispiel seine Arbeit an einem Denkmal für sechs Bürger von Calais, die sich 1347 während des 100jährigen Krieges für ihre Stadt opferten. Statt auf einem erhabenen Sockel postierte Rodin die Bürger ebenerdig, auf einer Ebene mit dem Betrachter. Außerdem konnte man sie von allen Seiten anschauen, was ein eklatanter Widerspruch zur damals vorherrschenden Frontalansicht war. Meisterhaft auch die Gestaltung der Hände, welche die Emotionen der Protagonisten hauptsächlich zum Ausdruck brachten.

Neben den „Bürgern von Calais“ zählen „Der Kuss“ und „Der Denker“ zu seinen bekanntesten Werken, sie sind zusammen mit einem Großteil seines Werkes im Kunsthaus zu bewundern. Rodins Kunst ist weder unverständlich abstrakt noch altertümlich klassisch, sie stellt vielmehr eine gut zugängliche Brücke zwischen diesen Extremen dar.