kulturnetzwerk zürich

Die Wirtschaftler machen es schon lange, die Wissenschaftler notgedrungen auch ein wenig, aber die Spinnen gelten als eigentliche Erfinder des Netzwerkknüpfens. Obwohl der Gedanke an die ruhig lauernde, dicke, beinhaarige Spinne nicht so ganz angenehm ist, erfüllt ihr Netz(werk) am besten seinen Zweck, das Einfangen von arglosen Insekten. Da sind die Netzwerke der Wirtschaftler doch ganz anders, man verknüpft sich, pflegt Kontakte, schaut, was die anderen bieten und verlangen, knüpft neue Verbindungen. Vielleicht ist das eher eine Art Marktplatz, auf dem man bei neuen Projektideen herumläuft, um Partner und Ratgeber an Land zu ziehen. Das Netz schließt sich.

Aber eigentlich wollte ich ja über ein Kulturnetzwerk berichten. Genauer gesagt über die Idee eines Kulturnetzwerkes. Vorgestellt von Marc Philip Seidel (hier die Webseite seines Zwei-Mann-Verlages dreamis), dem Leiter der Kulturstelle der ETH. Aufgabe dieses Kultur-Regenschirms wäre es, die vielen Kulturaktivitäten im Zürcher Raum (später ist die gesamte Schweiz anvisiert) zu bündeln, Sponsoren zu gewinnen und engagierten Leuten ein Domizil zu bieten. Dort, in diesem Büro-Couchzimmer-Bar-Fotolabor trifft man sich und redet über Ideen, die man dann auch gleich, quasi vor Ort umsetzen kann, vernetzt sich sozusagen fortlaufend. Eine schöne Vision. Bin gespannt, was daraus wird.