F. Scott Fitzgerald

Vernetzte intellektuelle Welt, Zufälle treiben uns zu Inseln, welche unser Gedächtnis nicht loslässt, da es sich an diesen Inseln orientieren kann und jubiliert, wenn neue Zufälle einen vertrauten Inselumriss hervorzaubern. Wir waren schon einmal auf dieser Insel, sind schon einmal auf diesen höchsten Berg geklettert, von dem aus man die anderen Berge und vielleicht sogar die anderen Inseln erahnen kann.

Vor einiger Zeit im Literaturzirkel besprachen wir F. Scott Fitzgerald: The Great Gatsby, wobei ich eigentlich gar nicht dabei war. Aber dennoch hatte ich das Buch gelesen, war eingedrungen in diesen einmaligen Stil Fitzgeralds und hatte mich von ihm verzaubern lassen.

Diese bekannte Insel sah ich nun Gestalt annehmen in diesem ZEIT-Artikel wird der Schriftsteller in den Mittelpunkt gerückt. Und auch wenn ich die anderen Romane nie gelesen habe, gibt es doch einige Zitate aus dem großen Gatsby, erklärende Zusammenhänge, Geschichten, Hintergründe, wunderbar verwoben in diesem schönen Essay. Schon der Beginn ist ein Genuss:

Dieser Mann hat die Götter herausgefordert. Er hat mit ihnen gerungen, er hat mit ihnen getrunken, er hat sich vor ihnen in den Staub geworfen und vor ihnen ausgespuckt. Er war kein mutiger Mann, er war verloren und verzweifelt. Eine Weile gefiel das den Göttern, sie schauten ihm zu und waren mal amüsiert und mal verärgert. Dann warfen sie ihn fort, und er starb, jämmerlich und allein, wie sein großer Held, jener Gatsby, der nachts immer über die Bucht starrte zu einem grünen Licht, das er nur sehnsuchtsvoll aus der Ferne betrachten konnte, und als er sich ihm näherte, da zerbrach alles, nicht nur das Licht, sondern auch das Leben.