Arbeitskampf in Zürich

Schon dass ich darüber schreibe, betont die Einmaligkeit eines solchen Streiks, bislang habe ich dergleichen nicht bemerkt. Aber es reichte dem technischen Personal des Theaters einfach, aus ihrer Sicht sind nach vier Jahren Lohnerhöhungen schon mal an der Reihe. Hintergründe gibt es auf der Homepage der Gewerkschaft UNIA.

Die Außendarstellung des Schauspielhauses Zürich gibt sich eher neutral, lustig aus deutscher Sicht ist lediglich die Bemerkung: Wir entschuldigen uns für Ihre Umtriebe.

Auf der Suche nach der Wahrheit, oder zumindest der Darstellung der Gegenseite (vielleicht streikt ja der Webmaster mit und weigert sich, die Ausführungen der Direktion in die Homepage einzubauen) stoße ich schließlich auf einen Artikel der Neuen Zürcher Zeitung. Darin wird eher die Seite der Direktion vertreten, mangelnder finanzieller Spielraum als Ursache genannt.

Damit sind alle Karten auf dem Tisch, Vorwürfe wegen kalten Lohnabbaus auf der einen, zu wenig städtische Zuschüsse für Zugeständnisse auf der anderen Seite. Wer hat Recht? Sollen die Eintrittskarten teurer werden? Oder die Schauspieler und der Intendant (letzterer verdient jährlich ca. 500.000 Franken nach Angaben der UNIA) weniger bekommen? Mal schauen, was im Konsensland so herauskommt…