Die Kunst des Klavierspielens

Heute war die erste Lektion beim neuen Klavierlehrer hier in Zürich. Ich hatte in den letzten Wochen vermeintlich viel an Schumanns “Träumerei” geübt und konnte die ersten beiden Zeilen eigentlich auch schon recht gut zusammen spielen. Doch dann offenbarten sich anhand dieses Stückes einige fehlerhafte Angewohnheiten.

Grundlegend zeigte er mir erstmal, dass es beim Klavierspielen weniger auf das rechte Drücken der Tasten ankommt als vielmehr auf das konzentrierte Loslassen. Denn die ganze Haltung, das Sitzen, der leicht vorgebeugte Oberkörper, die entspannten Arme und Handgelenke – all das bewirkt, dass eigentlich auf den Fingern schon Gewicht liegt. Genau wie man beim Gehen auch nicht das Aufsetzen auf den Boden üben muss sondern das Loslösen davon. Ein gutes Bild, passt das doch vorzüglich zum Lokomat.

So werde ich also etliche Schritte zurück gehen, meine Ungeduld zügeln und das richtige Loslassen der Tasten trainieren. Es wird ein mühsamer Weg, aber ich denke, dass ich dann einfach viel mehr Potenzial haben werde, man denke nur an das schnelle Spielen komplizierter Passagen.