ZNZ Symposium

Gestern (21. Oktober) fand im Sempertschen Hauptgebäude der ETH das ZNZ-Symposium statt. Das Zentrum für Neurowissenschaften Zürich versucht, die verschiedenen Forschungsgruppen an der ETH Zürich und an der Universität Zürich im Bereich der Neurowissenschaften zu vernetzen. Höhepunkt ist sicherlich das Symposium mit Vorträgen und Poster-Sessions.

Ich fand’s ziemlich langweilig, weil ein Großteil der unter dem ZNZ-Dach zusammengefassten Forschungsgruppen auf der molekularen und biologischen Ebene arbeitet. Ingenieure sind ganz klar in der Minderheit. Zur Unterstreichung die Titel einiger Vorträge:

  • The shaky life of memory: Competitions, destabilizations, and the biology of the long-term trace
  • Rho Gtpase function in myelination
  • Nuclear signalling by the amyloid precursor protein
  • Effect of prenatal infection on GABAergic neurons in a novel animal model of Schizophrenia
  • Single-cell and network activity in the neocortex in vivo
  • Exploring the brain, from beta probe studies in rats to PET experiments in humans
  • Are adult and plastic songs in the zebra finch generated by different neural mechanisms?
  • Keynote Lecture: GABA and the regulation of emotion and cognition

So sah’s also aus – unverständliche Abkürzungen, schöne bunte Gehirngrafiken, welche die Präsenz irgendeines Markers zeigten und mittendrin ich, auf der Suche nach Menschen, die ich verstehe. Das Interesse zum gegenseitigen Beschnuppern war dann auch eher gering, ich beglückte einen Neuroinformatiker damit, dass ich mich für sein Poster interessierte. Und das, obwohl sein Thema (Selbstorganisation von zellulären Einheiten zur Nachbildung der neuronalen Vernetzung) gar nicht so unspannend war. Am Ende gab’s dann einen Apero, mit sehr aufmerksamen Catering-Damen, die stets mit Weinflaschen herum liefen und alle Gläser auffüllten.