Robert Frank – Story Lines (Fotomuseum Winterthur)

Im Fotomuseum Winterthur schaute ich mir mit einigen PhD-Kollegen vom IfA eine Ausstellung von Robert Frank ([en] Wikipedia) an. Es war der krönende Abschluss der PhD seminar genannten Veranstaltung, bei der alle Doktoranden den Stand ihrer Forschungen darlegen.

Ich fand die Bilder der zeitigen Jahre seines Schaffens sehr schön, aussagekräftige Schwarz-Weiß-Bilder mit sozialanalytischem Hintergrund. Der Höhepunkt seines Schaffens in dieser Periode ist der Fotoband The Americans. Dafür reiste er in den 50ern zwei Jahre in ganz Amerika herum und wählte aus Tausenden von Fotos die 83 aus, welche dann in diesem Bildband erscheinen sollten. Er zeichnete damit ein Porträt Amerikas dieser Zeit, mit den vielen schwelenden Konflikten. Danach wurde er mehr und mehr experimentell und verschwommen, auch im Filmemachen versuchte er sich. Mich sprachen die späten Werke eher weniger an. Es kam mir so vor, als hätte er genug “klassische” Bilder gemacht und wollte etwas Neues probieren.