William Shakespeare – Richard III.

Was für ein Stück! Ich bin beeindruckt, schwelge immer noch in süßen Erinnerungen. Genial Tom Quaas als machtbesessener Tyrann, der für die Königskrone über Leichen geht und dann, am Ziel seiner Träume, unfähig ist zu regieren. Seine Wandlung vom eiskalten Machtmenschen zum wahnsinnigen, selbstzerstörerischen Diktator war wunderbar zu beobachten.

Was ich nicht ganz so toll fand, war die Bühnentechnik, die im Übermaß eingesetzt wurde. Ständig drehte sich eine Wand oder ein Bogen im Kreise herum, diese Drehscheibe nahm einen Großteil der Bühne ein und zwang die Schauspieler gelegentlich zu lustig anzuschauenden Seitwärtsschritten, die so aussehen sollten, als blieben sie am Fleck.

Zitate

Nun ward der Winter unsers Mißvergnügens
Glorreicher Sommer durch die Sonne Yorks;
Die Wolken all, die unser Haus bedräut,
Sind in des Weltmeers tiefem Schoß begraben.
Ein Pferd! ein Pferd! mein Königreich für ein Pferd!