Das Ende aller Illusionen

Alex – der Wahlpariser – ist zur Zeit mal wieder in Dresden. Mit ihm und Arne unternahm ich heute einen kleinen Kletterausflug zur Großen Hunskirche. Dieser Felsen ist wirklich eines der Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Vom Tal her kommend, sieht man einen riesigen Turm. Der Name kommt daher, dass die Gipfelform an einen kauernden Hund erinnert, zusammen mit der eindrucksvollen Größe entstand wohl so der Begriff Hunskirche.

Wir machten nur einen Weg. Aber dieser hatte es dafür in sich, hinter dem lyrischen Namen Vollständig Verlorene Illusion verbarg sich eine VIIc. Einen so schweren Weg bin ich noch nie geklettert. Der Name kommt wohl daher, dass man am Fuße des Weges noch die Illusion hat, so schwer würde es schon nicht werden. Und man sieht auch einige Griffe und Löcher an dieser Wand, die ebenfalls zur Illusion des einfach machbaren Weges beitragen. Doch schon am ersten Ring ist ein ziemlich schwieriger Zug zu bewältigen, und es kommen dann noch ein paar mehr von dem Kaliber. Meine Arme wurde immer schwerer, am Ende konnte ich auch große Griffe nicht mehr so richtig halten. Den letzten schwierigen Zug schaffte ich dann auch einfach nicht, ich musste in den Ring greifen, habe den Weg also nur durch diese nicht erlaubte Hilfe (Spritze) geschafft. Im Prinzip also nicht richtig.

Dennoch, es zeigte sich mal wieder, wie wenig man braucht, um an einer Wand hochzukommen. Stellenweise habe ich doch sehr gezweifelt, aber es fand sich immer ein Griff oder ein Tritt um weiterzukommen.