Radtour in Italien – Start

Radfahren ist anstrengend! Als Vorbereitung auf die Strapazen dieser Tour bin ich in Dresden und Zürich viel Rad gefahren, eigentlich so ziemlich jede Strecke habe ich auf zwei Rädern zurückgelegt. Der Nachteil dieser Strategie ist, dass sie mich nicht wirklich auf längere Touren vorbereitet hat. Und so ungefähr beim dritten langwierigen Anstieg merkte ich, dass ich nicht mehr ganz die Explosivität vom Beginn in meinen Beinen spürte.

Hinzu kam am gestrigen ersten Tour-Tag, dass zwei der von uns anvisierten Zeltplätze entweder nicht vorhanden oder geschlossen waren. Damit waren wir zu einer ziemlichen Gewalttour gezwungen, an deren Ende ein zum Glück offener Zeltplatz nördlich von Siena stand. Wir erreichten ihn mit Mühe und Not abends gegen neun.

Den heutigen Tag nahmen wir uns, um Siena anzuschauen. Eine wirklich wunderschöne Stadt mit einer unheimlichen Dichte an schönen Gebäuden. Hervorzuheben sind der zentrale Platz (Piazza il Campo), welcher nicht eben, sondern seicht trichterförmig angelegt ist. Er erinnert an ein Amphitheater, die Blicke der Zuschauer sind auf den Palazzo Pubblico gerichtet, ein wunderschönes gotisches Gebäude mit einem riesig hohen Turm gleich daneben. Den haben wir dann auch erstiegen und uns die Stadt mal von oben angeschaut. Lauter alte schöne Häuser mit bräunlichen Ziegeldächern, keine störende moderne Architektur. Ein weiterer architektonischer Höhepunkt war der Dom. Kunstvoll verziert ist gar kein Ausdruck!

Gern würde ich an dieser Stelle gleich ein paar Bilder zeigen, aber da ich nach wie vor analog arbeite, wird das noch ein Weilchen dauern. Während des Radfahrens lässt es sich übrigens recht schlecht fotografieren, so dass die große Masse an Bildern in den Städten und in der Nähe von Zeltplätzen entstehen dürfte.