Henry und seine Gitarre

Gitarre auf der Bühne Für Das einzig Wahre frischte ich meine rudimentären Gitarrenkenntnisse auf, um der Rolle noch etwas musikalische Tiefe zu geben. Da ich nur drei Monate Zeit hatte, nahm ich die Hilfe eines Gitarrenlehrers in Anspruch. Meine Wahl fiel auf Goncalo Crespo, der mich anfangs vor allem durch einen überzeugenden Web-Auftritt begeisterte. Er hat eine sehr strukturierte Art, was mir entgegenkam. Und er kann den Finger genau auf den wunden Punkt legen und die richtigen Übungen vorschlagen. Weiterlesen →

Henrys Gitarre

Wichtige Regel für alle Schauspieler – Wenn dich dein Regisseur fragt, ob du mal ein Instrument gespielt hast, sage nichts! Ich war unvorsichtig und meinte, ich hätte schon mal Gitarre gespielt. So nahm das Unglück seinen Lauf, eine Ensemble-Partnerin brachte ihre Gitarre mit zur Probe, ich besorgte neue Saiten, zog diese auf und stimmte das gute Teil. Und dann kam dieser schöne Moment, als der erste satte a-moll erklang. Tja, dann werde ich mich jetzt wohl wieder mehr mit meiner musikalischen Seite beschäftigen, damit ich bis Februar was habe, was wir den Zuschauern zumuten können. Weiterlesen →

Smooth Jazz Festival Augsburg

Nicht weit von der Wohnung meiner Freunde befindet sich das wunderschöne Parktheater im Kurhaus Göggingen. Es wurde vor ein paar Jahren komplett im Jugendstil restauriert. Man flaniert durch Gänge, ein Park lädt im Sommer zum Verweilen ein, prunkvoll verzierte Säulen und Geländer überall, viel Platz im Hauptsaal; ein Augenschmaus. Es wäre ein absoluter Traum, hier Oscar Wilde aufzuführen. Und an diesem schönen Ort versammelten sich heute die Grössen des zeitgenössischen Jazz und jammen. Weiterlesen →

Peter Gabriel – San Jacinto

Nach einer alten Apachen-Tradition werden männliche Heranwachsende in der Wildnis einem Klapperschlangen-Biss ausgesetzt und müssen in diesem Zustand allein zurück nach Hause finden. Wenn sie es schaffen, werden sie in den Kreis der Männer aufgenommen, ansonsten sterben sie in der Wildnis. Man muss dazu sagen, dass nicht alle Klapperschlangen-Arten tödlich sind, der Biss schwächt also primär und sorgt für eine Auseinandersetzung mit Todesangst. Peter Gabriel hat daraus ein wunderschönes Lied gemacht, San Jacinto. Weiterlesen →

Nick Hornby: High Fidelity

Eine schöne Beschäftigung am Sonntag – so ich nichts anderes zu tun habe – ist das Anhören von Audio-Büchern. Jetzt aktuell höre ich Nick Hornby’s “High Fidelity”, eine wunderbare Geschichte um einen von seiner Freundin verlassenen Musikliebhaber, der zuerst in Selbstmitleid zerfließt, dann aber seine ganzen Ex-Beziehungen aufarbeitet und über die Trennung hinweg kommt. Aber im Grunde ist die Handlung nicht das Spannendste, die Erzählweise, die Charaktere und die immer wiederkehrenden Top5-Listen erzeugen eine schöne Atmosphäre rund um einen kleinen Londoner Musikladen. Weiterlesen →

Harry Mulisch – Die Entdeckung des Himmels

Ein schönes Buch mit vielen intellektuellen Anspielungen, ich bekam es bei der Abschiedslesung in Dresden geschenkt, mit auf den Weg. Eine Stelle erinnerte mich sofort an meine Art, Klavier zu spielen, bzw. zu sehr davon begeistert zu sein, als auf das pedantische Einhalten von Rhythmus und dergleichen zu achten: Sie hatte das Konservatorium in Den Haag besucht und war Fachfrau, die wusste, dass es beim Musizieren nicht um das Ausdrücken von Emotionen ging, sondern um das Erzeugen von solchen: das konnte nur gelingen, wenn es professionell geschah, das heißt, unbewegt wie ein Chirurg; wie theatralisch die Mienen der Dirigenten und Solisten auch immer waren, wenn sie wussten, dass man ihnen zusah: zu Hause oder während der Proben machten sie diese Faxen nie. Weiterlesen →

Abschiedslesung, Stand der Dinge

Heute hatte ich mit Mario das erste Arbeitstreffen zur Abschiedslesung von Novecento. Wir haben das Buch durchgearbeitet und überlegt, wer welche Abschnitte liest. Das ist wirklich Arbeit, da man viele Entscheidungen treffen muss und die Lesung quasi schon vor dem inneren Auge vorweggenommen wird. Das hat dann auch so an die drei Stunden gedauert, wobei wir auch zwischendurch ein paar Pausen gemacht haben. Aber wir sind bis zum Ende gekommen. Die weiteren Fragen (wie werden einzelne Szenen am besten umgesetzt oder gar schauspielerisch inszeniert) werden wir beim nächsten Treffen klären. Weiterlesen →