Krafttraining

Ich wollte mal was Neues probieren, meine Grenzen verschieben. Und unter Krafttraining verstand ich bislang stets etwas Langweiliges für hirnlose Zeitgenossen. Was reizt Leute daran, wertvolle Stunden ihres Lebens an einem derartigen Ort mit monotonen Übungen zu verbringen? Anlass war für mich der Start unseres Frischfleisch-Theaterprojekts, bei dem wir uns anfangs recht frei für eine Rolle entscheiden konnten. Wir sollten uns eine Zeitschrift aussuchen, irgendeine. Meine Wahl war Men’s Fitness und bereits das Cover offenbarte mir recht deutlich, warum Menschen sich mit seltsamen Übungen quälen – um ein bisschen so auszusehen. Weiterlesen →

Laufen im Irchelpark

Nach dem Hagelsturm vom Sonntag liegen noch etliche Äste und Blätter auf der Finnenbahn. Drei Runden habe ich mir vorgenommen, etwas mehr als drei Kilometer. Nach einer anstrengenden Zeit mit vielen Verpflichtungen brauche ich Zeit für mich, möchte meine vernachlässigte Kondition aufbauen. Und Laufen ist so schön einfach, Turnschuhe an, über die Straße in den Irchelpark und los geht’s. Die Runde ist schön, meist gelenkschonend mit Holzspänen versehen, vorbei am kleinen See, von dem nachts die Frösche lauthals quaken, vorbei am Irchel-Campus, durch einen mit Beton eingefassten Gang der Sportanlage, links die Tennisplätze, um drei runde Türme, in denen wohl Wasser schlummert, rechts der dröhnende Verkehr der Hirschwiesenstraße, durch viel Wald, ein vom Sturm geknickter Zweig hing gestern noch hinunter, matschiger war es hier auch mal, schon fast trocken heute, links die Wiesen vor dem See von der anderen Seite, rechts die Haltestelle Milchbuck, über die steinernen Wege mit langsam trottenden Studenten, ich überhole zwei Joggerinnen, die Beine fühlen sich müde an, nicht übertreiben, drei Runden reichen, mein gescheites Telefon zeichnet alles auf, jetzt spricht sogar eine Stimme mit Angaben zum ersten Kilometer, wird nicht so der Hit heute, ein Tag Pause reichte nicht aus, die Beine sind immer noch schwer. Weiterlesen →

Habe ach! studiert (Studententheater Zürich)

Das StuThe versprach einen Abend frei nach Faust, der sich aber doch nur sehr sporadisch in die freien Szenen aus dem Studentenleben hineingeschlichen hatte. Den roten Faden durch den Abend verkörperte der stets präsente Teufel (Lukas Wallimann), der als Universitätsprofesser einführte und dann auch mal in diesen und mal in jenen Studenten schlüpfte. Der Teufel wollte die Studenten von ihrem geraden Weg des Lernens abbringen, säte Zwietracht in der Bibliothek, weckte den Wunsch nach dem spontanen Wechsel des Studiums, vergällte die Freude an der Forschung, am Arbeits- und Liebesleben und sogar an der Gründung eines eigenen Unternehmens. Weiterlesen →