Grube Messel

Mit einem ehemaligen Arbeitskollegen aus Zürich und seiner Familie besuchte ich heute die Grube Messel, seit 1995 UNESCO-Weltnaturerbe. Lange Zeit wurde dort Ölschiefer abgebaut, der daraus gewonnene Treibstoff war durch seine rußigen Abgase bekannt. Durch besondere Umstände blieben hier zahlreiche Fossilien aus dem Eozän erhalten (50 Millionen Jahre), ein Schnappschuss der damaligen Tier- und Pflanzenwelt.

Bekannt sind vor allem die Ur-Pferdearten Propalaeotherium und Eurohippus. Das Logo der Grube zeigt auch die Umrisse eines der gefundenen Urpferde.

Propalaeotherium
Propalaeotherium

Das Besucherzentrum ist gut eingerichtet und vermittelte anschaulich die Hintergründe. Ursache der ganzen Ablagerungen war ein Vulkanausbruch vor langer Zeit, in dessen Krater ein tiefer See entstand. Im tropischen Klima gediehen die Algen, sanken auf den Grund des Sees und bildeten den Ölschiefer. Immer wieder gerieten Tiere ins Wasser, verendeten, sanken auf den Grund des Sees und wurden im Ölschlamm konserviert.

Bei einer einstündigen Führung liefen wir sogar ein wenig in die Grube hinein und sahen noch ein paar Fossilien und Schiefersteine mehr. Es gibt auch längere Touren, aber bestimmt kommen ja noch ein paar mehr Besucher.