Bühnenbau mit Styropor

Ein für mich neuer Aspekt des Theater-Bühnenbaus sind größere Kulissen. Für meine aktuelle Produktion Der Löwe im Winter bei der Musischen Gruppe Auerbach brauchen wir ein paar Säulen. Also richtig hohe Säulen, übermannshoch. Und so lernte ich heute die Feinheiten der Styroporbearbeitung kennen.

Styropor-Schneiden
Styropor-Schneiden

Styropor ist perfekt für Kulissen, leicht, formstabil, leicht zu bearbeiten. Man kann es sägen, was jedoch recht viele Krümel produziert. Deutlich besser ist das Schneiden mit einem heißen Draht. Dafür gibt es spezielle Geräte, z.B. von Proxxon. Wir brauchten jedoch etwas Längeres, um die Säulenrundungen möglichst einfach herzustellen. Mit einem minimalistischen Modell der Marke Eigenbau schnitt ich etliche runde Elemente.

Das Schneiden mit Heißdraht ist an sich eine sehr elegante Methode, jedoch war der Draht nicht so wirklich straff gespannt. Und so weiß man nicht immer genau, wo der Draht gerade ist, darf nicht zu stark ziehen, nicht verhaken an der Papp-Schablone – ein Geduldsspiel. Und dann riss auch noch der Draht nach der reichlichen Hälfte der ursprünglich geplanten Säulenelemente.

Zum Abschluss des heutigen Bühnenbau-Tages strichen wir noch eine Säule komplett mit gelber Acryl-Farbe an. Und das sieht schon so aus wie Sandstein. Morgen geht es weiter…