Dresden

Kunstakademie Dresden
Kunstakademie in Dresden

Durch meinen Umzug nach Darmstadt sind viele deutsche Städte näher gerückt, so auch meine alte Heimatstadt Dresden. Waren es von Zürich noch neun Stunden Zugfahrt, sind es jetzt noch knapp fünf. Und damit schafft man es gut, an einem Freitag nach der Arbeit hinzufahren. Und so nahm ich den Geburtstag eines Freundes zum Anlass, der sächsischen Metropole einen Besuch abzustatten.

Die Kunstakademie ist ein sehr markanter, altehrwürdiger Prachtbau direkt an der Brühlschen Terrasse. Das kuppelförmige Dach mit dem goldenen Engel heißt im Volksmund Zitronenpresse. Und ich hatte es während meiner gesamten Dresdner Zeit kein einziges Mal geschafft, das Innere dieses Baus zu betreten. Dies änderte sich an diesem Samstag, wir besichtigten die Diplomausstellung der bildenden Kunststudenten.

Kuppeldach der Kunstakademie in Dresden
Kuppeldach der Kunstakademie in Dresden

Direkt unter der Kuppel befand sich der erste Ausstellungsraum, der Blick hoch zur Decke umwerfend. Doch auch die Kunstwerke waren natürlich betrachtenswürdig, für mich stets ein Spiel mit der Wahrnehmung der Wirklichkeit und dem eigenen Selbst. Ich kann diese Ausstellung allen Dresdnern wärmstens empfehlen.

Martin-Andersen Nexö
Statue von Martin-Andersen Nexö in Dresden-Striesen

Eine Begegnung mit meinen persönlichen Wurzeln durfte auch nicht fehlen. An seinem neuen Standort machte ich dem guten alten Martin-Andersen Nexø meine Aufwartung. Nach ihm ist die Schule benannt (MANOS), in der ich meine prägenden Jahre des Erwachsenwerdens erlebte, viele Freundschaften konnte ich erhalten aus dieser Zeit.

Dostojewski-Denkmal in Dresden
Dostojewski-Denkmal in Dresden

Ein weiteres Denkmal neueren Datums war mir auch ganz neu, dem russischen Schriftsteller Dostojewski gewidmet steht es am Elbufer, ganz in der Nähe des Kongresszentrums. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur anführen, dass es erst 2006 eröffnet wurde, als ich schon lange nach Zürich umgezogen war. Die große Frage bei diesem Denkmal ist natürlich, was Dostojewski mit Dresden zu tun hatte. Und die Schautafel erklärt es, er war einfach ziemlich oft da gewesen, einmal auf der Flucht vor seinen Gläubigern, hatte auch für kurze Zeit mit seiner Familie in Dresden gewohnt. Und so sitzt er nun dort und schaut zum Glück nicht zum Kongresszentrum, sondern in Richtung der schönen Dresdner Innenstadt.